Integration von Flüchtlingen und neue Lehrkräfte: zukunftsweisendes Bildungssystem in Deutschland

160916_logoDer diesjährige OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick 2016“, der am 15. September 2016 in Berlin vorgestellt wurde, bescheinigt Deutschland ein zukunftsweisendes Bildungssystem und das unter anderem in den Bereichen der (dualen) beruflichen Ausbildung und der Bildung und Integration in der Zuwanderungsgesellschaft.

Dies ist auch das Schwerpunktthema der Kultusministerkonferenz 2016. Flüchtlinge sollen zeitnah in die Lage versetzt werden, die deutsche Sprache zu lernen, um eine Berufsausbildung oder auch ein Studium aufzunehmen und mit Erfolg abzuschließen. Dafür ist die schnelle Bewertung der mitgebrachten ausländischen Qualifikationen von besonderer Bedeutung. „Deshalb freue ich mich besonders, dass die Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) mit ihren bewährten Anerkennungsstrukturen weiter ausgebaut wurde“, unterstreicht Hamburgs Schulsenator Ties Rabe. “Dadurch ist es jetzt leichter, die Qualifikationen von Zuwanderern schneller anzuerkennen und ihnen so den Einstieg in den Beruf zu erleichtern”.

Eine Schlüsselrolle spielen in allen Bereichen die Lehrerinnen und Lehrer. Die Altersstruktur hat sich insgesamt verjüngt. So ist im Sekundarbereich der Anteil der unter 40-jährigen Lehrkräfte von 21% (2005) auf 27% (2014) gestiegen. Die in den Ländern nicht zuletzt als Reaktion auf die hohe Zuwanderung stärkere Neueinstellung von Lehrkräften wird auch zu einer weiteren Verjüngung des Lehrpersonals beitragen. Rabe: „Die Länder haben in den vergangenen Monaten ihre Anstrengungen zur Deckung des Lehrkräftebedarfs erheblich gesteigert und bereits viele neue Lehrkräfte eingestellt. Um möglichst schnell die Lücken zu füllen, wurden außerdem die Möglichkeiten für den Seiteneinstieg ins Lehramt erweitert.“

Weitere Informationen zur Studie gibt es auf den Internetseiten der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

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